Schlagwort: Datenbank Überlauf verhindern

  • Warum anonyme Nutzer nur nicht-persistente Entitäten erstellen dürfen

    In vielen Anwendungen spielt der Umgang mit anonymen Benutzern eine entscheidende Rolle für Sicherheit und Systemstabilität. Ein häufig unterschätztes Risiko besteht darin, anonymen Nutzern die Möglichkeit zu geben, persistente Datenobjekte zu erstellen. Was zunächst harmlos klingt, kann schnell zu einem ernsthaften Problem werden.

    Das Risiko: Unkontrolliertes Wachstum der Datenbank

    Erhalten anonyme Benutzer Schreibrechte auf persistente Entitäten, kann ein böswilliger Akteur Millionen von Objekten anlegen. Das Resultat: Die Datenbank wächst unkontrolliert an, verbraucht Speicherplatz und kann im Extremfall das gesamte System lahmlegen.

    Hinzu kommt, dass XPath-Constraints beim Erstellen neuer Objekte nicht angewendet werden. Dadurch greifen wichtige Validierungsmechanismen nicht – ein zusätzliches Sicherheitsrisiko.

    Nicht-konformer Ansatz

    Ein häufiges Anti-Pattern besteht darin, einer AnonymousUserModuleRole (also der Modulrolle für anonyme Benutzer) pauschal Create-Berechtigungen auf persistente Entitäten zu geben. Damit öffnet man Tür und Tor für Datenmissbrauch.

    Besserer Ansatz: Keine Schreibrechte oder nur nicht-persistente Entitäten

    Um das System zu schützen, sollten anonyme Nutzer:

    • entweder gar keine Create-Berechtigungen besitzen,
    • oder nur Entitäten erstellen dürfen, die nicht persistiert werden.

    Nicht-persistente (transiente) Entitäten eignen sich hervorragend für kurzfristige Interaktionen, bei denen keine Daten langfristig gespeichert werden müssen – etwa Formulareingaben, Gast-Sessions oder Vorschau-Objekte.

    Fazit

    Die Rechteverwaltung für anonyme Nutzer ist ein zentraler Bestandteil der Anwendungssicherheit. Anwendungen sollten sicherstellen, dass anonyme Benutzer nur minimal benötigte Rechte erhalten und keine persistierenden Objekte anlegen können. So bleibt die Datenbank geschützt – und das System stabil.